ABOUT GELDKRÖTE

Warum eigentlich Geldkröte? Was steckt hinter diesem Namen?

Stylisierte grüne Kröte sitzt auf einem Haufen goldener Münzen und hält eine Münze mit Symbol in den Vorderpfoten.

Geld ist widersprüchlich – es ist gleichzeitig positiv und negativ belegt. Einerseits ermöglicht es persönliche Freiheit und Unabhängigkeit, andererseits wird es gerade im deutschsprachigen Raum oft kritisch betrachtet. Oft heißt es: „Geld verdirbt den Charakter“ oder „Über Geld spricht man nicht“. Viele Menschen verteufeln Geld, besonders wenn sie wenig darüber wissen und den eigentlichen Zweck nicht verstehen.

Vielleicht stammt diese negative Haltung aus der Zeit vor dem Fiatgeld. Damals war Geld oft ein Nullsummenspiel: Wenn man mehr Geld haben wollte, musste man es jemand anderem wegnehmen. Um die Wirtschaft zu fördern, wurde das Fiatgeld eingeführt – Geld, das nicht durch physische Güter wie Gold gedeckt ist, sondern seinen Wert durch das Vertrauen in die ausgebende Institution erhält. Heute wird Geld niemandem weggenommen, es wird aus dem Nichts geschöpft und aus Schulden erschaffen. Trotzdem hat Geld seinen negativen Beigeschmack nie ganz abgelegt. Wir äußern uns immer noch oft genug negativ über „die bösen Reichen“.

Die Kröte ist ebenso widersprüchlich. Im Westen wird sie als unangenehm und hässlich angesehen – schwerfällig und eher als Symbol für etwas Unangenehmes. Wir sagen: „Eine Kröte schlucken“, wenn wir etwas Unliebsames hinnehmen müssen. Im Osten hingegen ist die Kröte ein Symbol für Glück und Wohlstand. In der chinesischen Kultur steht die „Geldkröte“ für Reichtum und Erfolg; sie bringt Glück und wacht über die Finanzen.

Dieser Widerspruch zwischen westlicher und östlicher Sichtweise lässt sich perfekt auf das Thema Geld übertragen. Es kann sowohl positiv als auch negativ sein – je nachdem, wie man damit umgeht. Viele, die wenig über Finanzen wissen, sehen Geld als Last oder Bedrohung. Wer sich jedoch mit finanzieller Bildung auseinandersetzt, erkennt, dass Geld ein Werkzeug für die persönliche Freiheit sein kann. Es wird aus dem Nichts geschaffen und basiert auf Vertrauen. Im Fiatgeldsystem schaffen Banken durch Kreditvergabe neues Geld und halten somit den Wirtschaftsmotor am Laufen.

Die Geldkröte steht deshalb für diesen Perspektivwechsel: Vom gefürchteten Problem zum nützlichen Begleiter – genau wie Geld, wenn man die Regeln des Spiels kennt und versteht. Ich erzähle hier, wie ich versuche, mich nicht durch Dogmen der alten Welt des Geldes erdrücken zu lassen, sondern es als Werkzeug für meine persönliche Freiheit zu sehen und zu nutzen. Nicht als starres Konzept, sondern als flexiblen Weg, der sich weiterentwickelt. Wie das Fiatgeld, das aus dem Nichts geschöpft und durch Schulden erschaffen wird, bis es durch das Tilgen wieder im Nichts verschwindet.

Für mich bedeutet die Geldkröte: pragmatisch sein – die Realität nicht verschönern, sondern ehrlich beobachten, bewerten und genau dann zuschnappen, wenn das Glück unverhofft auftaucht. So wie die Kröte auf ihrem Blatt im Teich ihre Umgebung entspannt beobachtet, aber immer bereit ist zu reagieren und zuzuschnappen, wenn das Glück in Form eines Insekts vorbeikommt.

Und weil Freiheit ein zentrales Thema in meinem Leben ist, bin ich ausgewandert, um flexibler und freier zu leben. Zypern ist mein neuer Lebensmittelpunkt – und ein weiterer Schritt, um meinen Plan B zu leben. Wenn du mehr über meine Reise erfahren möchtest, schau gern in meine Artikel über das Auswandern.

Ich hoffe, du verstehst jetzt besser, warum der Name „Geldkröte“ einfach passt – und vielleicht inspiriert er dich auch, deinen eigenen Plan B zu finden.